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Polizeipräsident bündelt Maßnahmen für ein erhöhtes Sicherheitsgefühl in Dortmund – neues Gesamtkonzept mit verstärkten Ressourcen für mehr Sicherheit
Am vergangenen Wochenende (7./8. Juli) hat die Polizei Dortmund verstärkte Kontrollmaßnahmen in der Dortmunder Innenstadt und Nordstadt mit den angrenzenden Parkbereichen durchgeführt. Eine erste Bilanz zeigt die Erfolge der intensiven und angepassten Maßnahmen:
PLZ
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Polizei Dortmund
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In der Nacht von Freitag auf Samstag (7. Juli) kontrollierte die Polizei 65 Fahrzeuge und überprüfte 181 Personen. Das Resultat: 16 Platzverweise, 5 Haftbefehle, die vollstreckt werden konnten, 22 Verwarngelder sowie 5 Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Auch in Dortmund-Hörde zeigten die Kontrollen Erfolge. Zuvor war es dort in den Abendstunden zu mehreren Sachbeschädigungen durch das Anzünden von Papier- und Mülltonnen gekommen. Gegen 2 Uhr verlagerten Zivilkräfte der Polizei Dortmund zur Hörder Brückstraße. Keine 20 Minuten später stellten die Beamten einen jungen Mann fest, der soeben aus der Wiggerstraße eine Mülltonne auf die Hörder Brückstraße zog und diese anzündete. Die Polizisten schritten ein und nahmen den 18-jährigen polizeibekannten Dortmunder vorläufig fest. 

Insgesamt 253 Personen und 65 Fahrzeuge kontrollierten Einsatzkräfte in der Nacht von Samstag auf Sonntag (8. Juli). 24 Personen erhielten Platzverweise. Im Zuge der Kontrollen vollstreckten die Beamten zudem insgesamt 3 Haftbefehle, verhängten 11 Verwarngelder und fertigten 12 Ordnungswidrigkeitenanzeigen.

Durch eigene Feststellungen, aber auch durch Hinweise und Beschwerden aus der Bevölkerung hatte die Dortmunder Polizei in den vergangenen Wochen aktuelle Kriminalitätsschwerpunkte und Problembereiche in der Stadt identifiziert. Dazu gehören Teile der nördlichen Innenstadt, wie zum Beispiel der Bereich rund um Borsigplatz und Oestermärsch sowie das Umfeld des videobeobachteten Dietrich-Keuning-Parks, und insbesondere in den Nachtstunden und an den Wochenenden die Dortmunder Innenstadt mit dem Stadtgarten. Wie bereits mit mehreren Pressemitteilungen berichtet, ist die Polizei Dortmund in den vergangenen Wochen in diesen Gebieten bereits mit zahlreichen Präsenz- und Kontrollmaßnahmen tätig gewesen. Diese Maßnahmen will Gregor Lange nun bündeln und gleichzeitig intensivieren. Das Konzept: eine gemeinsame, direktionsübergreifende Strategie, verstärkte Präsenz von uniformierten und auch der Einsatz ziviler Polizeikräfte mit dem Ziel, das Sicherheitsgefühl der Dortmunderinnen und Dortmunder zu erhöhen.

„Wir haben uns für dieses Ziel beim Innenministerium mit Erfolg um eine Kräfteverstärkung für Dortmund bemüht“, sagt Polizeipräsident Gregor Lange. „Am vergangenen Wochenende haben wir mit diesem hohen Personaleinsatz, der Beamtinnen und Beamte aus allen Direktionen, aber auch der Bereitschaftspolizei umfasst, die ersten positiven Ergebnisse erzielt. Auch wenn die erste Bilanz vielversprechend ist, werden wir uns darauf nicht ausruhen. Es ist wichtig, klare Signale an alle zu senden, die hier Straftaten begehen wollen: Wir schöpfen unsere rechtsstaatlichen Instrumente und unsere personellen Ressourcen aus, um Kriminalität nachhaltig und wirksam zu bekämpfen. Wir wollen, dass sich in Dortmund alle sicher fühlen, egal woher sie kommen, welche Religion oder welche Hautfarbe sie haben. Das ist unser rechtsstaatlicher polizeilicher Auftrag.“

Intensivierte Kontroll- und Präsenzmaßnahmen vor allem am Wochenende ergänzen ab sofort die bereits bestehenden Schwerpunkteinsätze der Polizei Dortmund, die weiterhin auch in Kooperation mit Sicherheitspartnern wie der Stadt Dortmund und der Bundespolizei fortgeführt werden. Mit hohem Kontrolldruck und konsequentem Einschreiten will der Polizeipräsident den Problemen entgegentreten, die auch die Dortmunderinnen und Dortmunder beschäftigen: der Betäubungsmittel- und Gewaltkriminalität in der Nord- und Innenstadt sowie der Raser-, Poser- und illegalen Tuningszene in der Innenstadt und anderen Bezirken. Auch der Schwerpunkt der Bekämpfung der Jugendkriminalität in Scharnhorst bleibt weiterhin im Fokus.  

Dennoch betont Gregor Lange: „Auch wenn wir die Probleme in den jeweiligen Bereichen erkannt haben und gezielt Maßnahmen treffen, dürfen wir einen wichtigen Aspekt nicht außeracht lassen: den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern. Die Menschen aus Dortmund können darauf vertrauen, dass sie bei den Kolleginnen und Kollegen immer auf ein offenes Ohr stoßen – ob an unseren mobilen Anlaufstellen oder auf einer der Polizeiwachen in Dortmund und Lünen. Repression und Kontrolldruck sind die eine Sache - aber für einen langfristigen Erfolg sind wir auch auf den Dialog und die Zusammenarbeit mit den Anwohnerinnen und Anwohnern angewiesen.“

Bereits an diesem Wochenende führten die intensiven Kontrollen zu 19 Strafverfahren.

Zu den verstärkten Kontrollen meldete sich auch der NRW-Innenminister Herbert Reul zu Wort und erklärte: „Man- und Womenpower ist essenziell nicht nur bei Personenkontrollen, sondern bei der Kriminalitätsbekämpfung generell. Und eine verstärkte Polizeipräsenz erhöht das Sicherheitsempfinden der Menschen. Auch deshalb haben wir entschieden, die Dortmunder Behörde mit zusätzlichen Kräften der Bereitschaftspolizei zu verstärken.”

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