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Einsatz des neuen "Enforcement Trailer" (Blitzanhänger) der Dortmunder Polizei

Einsatz des neuen Blitzanhängers der Dortmunder Polizei
Einsatz des neuen "Enforcement Trailer" (Blitzanhänger) der Dortmunder Polizei
Am Dienstag, den 17.10.2017 wurde durch den Behördenleiter Gregor Lange der neue „Vitronic PoliScanSpeed Enforcement Trailer“ der Polizei Dortmund vorgestellt. Die Geschwindigkeitsexperten des Verkehrsdienstes der Autobahnpolizeiwache Kamen standen mit ihrem Fachwissen für technische Fragen der anwesenden Medienvertreter zur Verfügung.
PP Dortmund

Die Dortmunder Polizei setzt erstmals einen sogenannten "Enforcement Trailer", auch Blitzanhänger genannt, ein. Der Blitzanhänger nimmt eine der bereits vorhandenen Geschwindigkeitsmessanlagen auf und verwandelt diese in eine sog. semi-stationäre Anlage. Er soll hauptsächlich in Baustellen auf der Autobahn eingesetzt werden, in denen die mobilen Anlagen alleine nur schwer oder nicht eingesetzt werden können. Ohne Personaleinsatz kann der Blitzanhänger, dank Akkubetrieb mindestens fünf Tage selbstständig die Geschwindigkeit kontrollieren. Das mobile Geschwindigkeitsmessgerät besitzt eine eigene Stromversorgung und ist durch die besondere Verkleidung vor Vandalismus geschützt.

Der Anhänger kostet (ohne die Geschwindigkeitsmessanlage) etwa 100.000 Euro, wiegt knapp 1300 kg und kann mit den üblichen Funkstreifenwagen mit Anhängerkupplung von Einsatzort zu Einsatzort transportiert werden. Die Einrichtung des Blitzanhängers am Einsatzort dauert etwa 45 Minuten. Sensoren sorgen dafür, dass der Anhänger Statusmeldungen oder Alarmmeldungen absetzen kann.

Was bietet der "Enforcement Trailer"?
- Eine Langfristige oder permanente Geschwindigkeitsmessung an Unfallschwerpunkten
- Flexibles System, auch für den Einsatz an Stellen, an denen mobile Geschwindigkeitsmessungen auf Grund der Gefahr für die messenden Personen schwer oder gar nicht möglich ist
- Unabhängige Stromversorgung (Hochleistungsbatterien) sorgt für mehrtägigen Messbetrieb - fünf Tage lang - ohne Personaleinsatz
- Alarmsystem schützt die Messtechnik vor Vandalismus
- Einfach und schnell am Messstandort auszurichten: eigener Antrieb, vollständig auf den Wagenboden absenkbar
- Variable Geschwindigkeitsüberwachung für verschiedene Fahrspuren und Fahrzeugklassen
- Misst mehrere Fahrzeuge gleichzeitig auf mehreren Spuren

Wie funktioniert der "Enforcement Trailer"?
Ein Laser misst die Geschwindigkeit der Autos und Lkw. Und das laut Hersteller gleichzeitig über mehrere Spuren hinweg. Fährt jemand zu schnell, lösen die Kamera und die typische rote Blitzlampe aus. Die gemessenen Geschwindigkeitsverstöße werden auf einem Datenträger gespeichert, die weitere professionelle Bearbeitung der Verstöße erfolgt auf dem üblichen Weg durch unsere Verkehrskommissariate.

Unser Ziel ist unverändert: Wir wollen das Geschwindigkeitsniveau insgesamt senken. Dies ist der wirksamste Schutz - gerade der schwächsten Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer - vor schweren Unfallfolgen. Um dieses Ziel zu erreichen ist eine konsequente Ahndung festgestellter Geschwindigkeitsverstöße zwingend erforderlich!