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Dortmunder Nordstadt auf der Erfolgsspur

Nordstadt Gesamtkriminalität
Dortmunder Nordstadt auf der Erfolgsspur
"Die Dortmunder Nordstadt ist seit einigen Jahren auf der Erfolgsspur und wir tun alles dafür, auf dieser Erfolgsspur zu bleiben", bilanzierte der Polizeipräsident Gregor Lange, nachdem er sich gemeinsam mit dem Direktionsleiter GE, LPD Udo Tönjann, bei einem Rundgang am Mittwochnachmittag (3. Juni) durch den nördlichen Wachbereich vom Wachleiter der PW Nord, EPHK Detlef Rath, hat informieren lassen.

"Ich registriere, dass die intensive Arbeit der Polizei gemeinsam mit den Sicherheitspartnern in der Nordstadt Jahr für Jahr zu sinkender Kriminalitätsbelastung des Stadtteils führt."

In den vergangenen Wochen hat sich durch das Covid-19-Virus bedingt vieles verändert - nicht so die Kriminalität in der Dortmunder Nordstadt. "Es ist kriminellen Strukturen nicht gelungen zu wachsen und sich auszubreiten", so der Polizeipräsident. "Im Gegenteil: auch ohne Corona zeigen die Zahlen bereits seit langem einen deutlichen Abwärtstrend." Mit stetigen Kontrollen und Schwerpunkteinsätzen hat die Dortmunder Polizei auch in dieser schwierigen Zeit gezeigt, dass mit ihr zu rechnen ist. So sank die Gesamtzahl der Straftaten seit 2016 von 14.459 Fällen auf 10.669. Im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 1.180 Fälle, d. h. um ansehnliche 10% (Stand von jeweils Dezember), seit 2016 sogar um 26 %.

Für die Straßenkriminalität ist der Rückgang noch deutlicher: Von 4.086 Fällen in 2016 und 3.032 in 2018, lag der Wert im Dezember 2019 bei 2.314, das entspricht einem Rückgang von 23,7 %, seit 2016 sogar um 43%.

Beim Taschendiebstahl waren es im Jahr 2016 598 Taten, in 2018 noch 374 und in 2019 noch 241 Taten - Ein Rückgang von beachtlichen 35,6%, seit 2016 um rund 60%.

Es gibt aber auch Handlungsfelder, in denen die Zahlen nach Rückgängen zurzeit stagnieren. Hier wären zu nennen

   - die Gewaltkriminalität - mit einem Plus von einem Fall (2016: 
     840, 2018: 728, 2019: 729)
   - Raubdelikte, mit einem Plus von 4 Fällen /oder 2 % ( 2016: 
     291,2018: 201, 2019: 205)
   - sonstige Raubüberfälle auf Straßen / Wegen / Plätzen - plus 4 
     Fälle (2016: 187, 2018, 137, 2019: 141) 

Einen Zuwachs der Fälle hat es im vergangenen Jahr 2019 beim Wohnungseinbruchsdiebstahl gegeben: 2016: 309 Taten, 2018: 146, 2019: 162 ein Zuwachs von 16 Fällen / 11% im vergangenen Jahr, gemessen an 2016 aber nur noch die Hälfte der Fälle.

Vergleicht man die ersten beiden Monate 2020 mit den jeweiligen Vorjahreszeiträumen (2019/2018/2017), ist in der Gesamtkriminalität ein weiterer starker Rückgang aller Taten zu erkennen: 2156 in 2017, 2245 in 2018, 1994 in 2019 und 1675 in 2020, das entspricht einem Rückgang von 16% (319 Taten) zum Vorjahr und im Vergleich 2020 zu 2017 um 22%.

Nach zuletzt sinkenden Zahlen im Bereich der Betäubungsmittelkriminalität (2018: 1705, 2019: 1513), hat die Polizei die Kontrollmaßnahmen erneut erhöht. In der vergangenen Woche (25.-31. Mai) fanden allabendlich Kontrollen in konzentrierten Schwerpunkteinsätzen des Einsatztrupps Nord und des Schwerpunktdienstes Nord statt. Ob am Borsigplatz, im Bereich des Nordmarktes oder im Keuningpark, überall setzen intensive polizeiliche Einsätze auch in Zukunft kriminelle Strukturen unter Druck. Die Bilanz der letzten Woche: - 107 Identitätsfeststellungen - vier ED Behandlungen - 16 Ingewahrsamnahmen / Festnahmen - vier Betretungsverbote - 55 Platzverweise - 42 Strafanzeigen - 5 Ordnungswidrigkeitenanzeigen - 198 Verwarngelder - 10 Sicherstellungen (BTM, Waffen, sonstiges) - Bargeldsicherstellungen im Gesamtwert von 4198,50 Euro.

Im ersten Quartal dieses Jahres ergaben sich bei insgesamt 32 Schwerpunktkontrollen und 162 Präsenzstreifen gemeinsam mit den Ordnungspartnern der Stadt Dortmund in der Nordstadt folgende Maßnahmen: - 2032 kontrollierte Verkehrsteilnehmer - 304 Festnahmen, davon 162 Einlieferungen in das Polizeigewahrsam - 74 Sicherstellungen/ Beschlagnahmen von Bargeld mit einem Gesamtvolumen von 38395,72 Euro - annähernd 40 Straf- und Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstößen gegen räumliche Beschränkungen.

Gregor Lange: "Die Anwohner, Geschäftsleute und Besucher der Nordstadt können darauf vertrauen, dass die Polizei Dortmund hier weiterhin einen Schwerpunkt setzen wird, um diesen Stadtteil immer sicherer zu machen. Deshalb geht in Kürze auch zusätzlich die Videobeobachtung der Münsterstraße an den Start."