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Bezirksdienstbeamter aus der Nordstadt geht in den wohlverdienten Ruhestand

Gruppenbild Abschied BD Nord
Bezirksdienstbeamter aus der Nordstadt geht in den wohlverdienten Ruhestand
Wenn man Polizeihauptkommissar Volker Feldhaus nach seinem beruflichen Werdegang fragt, wird der bald 62-Jährige nicht viel preisgeben. 1976 fing er bei der Polizei seine Ausbildung an und kam im April 1979 in den Schutzbereich Dortmund-Nord
PP Dortmund, Pressestelle

Die Wache war kurz vorher von der alten Steinwache in die damals neuen Diensträume in der Andreasstraße gezogen. Die Büros hat er vielleicht mal gewechselt, aber örtlich ist er seit dem immer im gleichen "Betrieb" geblieben.

In einem Zeitalter der oft geforderten beruflichen Veränderung und Verwendungsbreite scheint das schon fast anachronistisch. Würde man PHK Feldhaus aber fragen, bekäme er ein verschmitztes Grinsen und würde sagen: "Watt soll ich denn woanders? Hier is doch töfte!"

Bewegt war sein Leben alle mal. Es gibt eben für einen Schutzmann in der Nordstadt nichts, was es nicht gibt! Da wurden Hirsche vor dem jetzigen Busbahnhof am Nordausgang eingefangen, mit Prostituierten und Zuhältern gestritten oder der ein oder andere alkoholbedingte Sachverhalt sorgte für amüsante Erinnerungen. Alleine die Geschichten würden Bände füllen und Bauchmuskeln strapazieren, auch wenn viele der Schauplätze mittlerweile im Stadtbild nicht mehr zu finden sind. So war etwa direkt neben der Wache die berühmt berüchtigte "Feuerkugel", im Bereich eines Stundenhotels steht heute ein Parkplatz und die damaligen Charaktere des Viertels, die sind heute kaum noch zu finden. Vor 20 Jahren wechselte er vom Streifendienst in den Bezirksdienst. Seitdem ist er im Bereich Brunnenstraßenviertel und Nordmarkt bekannt wie ein bunter Hund. Der ein oder andere osteuropäische Zuwanderer grüßt ihn respektvoll mit "Chef!", ehemalige Straßenprostituierte winken lächelnd "Hallo, Herr Feldhaus!" und Kindergartenkinder sagen "Hallo, Herr Polizei!".

Warum? Vermutlich weil PHK Feldhaus immer geradlinig und fair in seinem Umgang ist. Wer Mist gemacht hat, wird bestraft. Wer Hilfe braucht, bekommt sie. Jeder so wie er es verdient. Für die Hobbys und das neue Familienmitglied, einen Hund aus einer Tötungsstation, hat er ab dem 1. September genügend Zeit. Nach fast 40 Jahren Dienst in der Nordstadt verlässt ein liebgewonnenes Original das Viertel und die Polizeiwache Nord in den wohlverdienten Ruhestand.

Den Staffelstab gibt Volker Feldhaus an Polizeioberkommissar Tobias Homering weiter. POK Homering ist 46 Jahre alt und war lange im Wachbereich Mengede tätig. Im Jahr 2011 kam er in den Wachstandort Nord, wo er zunächst im Wach- und Wechseldienst und dann im Schwerpunktdienst Nordstadt tätig gewesen ist.

Auch die Leitung des Bezirksdienstes bekommt ein neues Gesicht. Für den ehemaligen Leiter, Polizeihauptkommissar Thomas Krause, steht eine weitere Verwendung im Polizeipräsidium an. "Ich blicke hier auf arbeitsreiche und interessante 6,5 Jahre zurück, zunächst in der stellvertretenden Leitung des Schwerpunktdienstes und anschließend als Leiter Bezirksdienst! Eine schönere Zeit bei der Polizei als hier hatte ich bislang noch nicht!"

Die Nachfolge als Leiterin tritt die 42-jährige Polizeihauptkommissarin Nicole Kowalski an. Sie ist mit kleineren Unterbrechungen seit mittlerweile 19 Jahren im Wachstandort Nord und war bislang im Wach- und Wechseldienst sowie im Stabsdienst tätig. "Ich freue mich auf den Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern, sowie die neuen Aufgaben, die mich hier erwarten!".