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Um kurz nach Mitternacht auf der A 44: Zur Fahndung ausgeschriebene Kennzeichen, Verfolgungsfahrt, fragwürdiger Autokauf und Betäubungsmittel

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Um kurz nach Mitternacht auf der A 44: Zur Fahndung ausgeschriebene Kennzeichen, Verfolgungsfahrt, fragwürdiger Autokauf und Betäubungsmittel
„Keine Schicht ist wie die andere“, das bekommen Polizisten immer wieder mit auf den Weg. Während sich die Nachtschicht am Vortag vielleicht ohne größeren Einsatz gestaltete, stellten die Beamten der Autobahnpolizeiwache Arnsberg in der heutigen Nacht (24. November) ein Fahrzeug fest, dass die Einsatzkräfte gleich mehrere Stunden beschäftigte.
PLZ
59457
Polizei Dortmund
Polizei Dortmund

Zur Fahndung ausgeschriebene Kennzeichen waren hier nur der Anfang.

Um kurz nach Mitternacht (0.15 Uhr) befand sich die Streifenwagenbesatzung im Bereich der Parkplätze der Rast- und Tankanlage Am Haarstrang. Als sie ein VW in Fahrtrichtung Kassel passierte, überprüften sie die amtlichen Kennzeichen.

Ergebnis: Sie liegen zur Fahndung ein.

Die Beamten nahmen unverzüglich die Verfolgung auf und gaben dem mit vier Personen besetzten Wagen entsprechende Anhaltezeichen.

Nachdem der Fahrer dem Streifenwagen zunächst folgte, entschloss er sich an der Abfahrt Werl-Süd vor der Polizei zu flüchten.

Unterstützungskräfte nahmen das Auto auf der B 516 in Höhe Hambuschweg wieder auf. In einem Feldweg folgte die Kontrolle.

Nach Vorhalt der im Raume stehenden Straftat gab sich der 25-jährige Fahrer aus Paderborn unwissend. Dies unterstrich er mit dem mutmaßlichen Autokauf an einem Bahnhof. Nach eigenen Angaben hatte er den VW erst am Vortag für einen mittleren dreistelligen Betrag erworben.

Dokumente oder ein Kaufvertrag - Fehlanzeige.

Ebenso der Besitz einer Fahrerlaubnis.

Mit Unterstützung der Beamten der Polizeiwachen Soest und Werl wurden die Personen sowie das Fahrzeug durchsucht. Im Pkw entdeckten sie Betäubungsmittel, die sie beschlagnahmten.

Eine Überprüfung der Fahrzeugidentifikationsnummer führte zu der Erkenntnis, dass das Auto seit August dieses Jahr außer Betrieb gesetzt war.

Ein Versicherungsschutz bestand somit nicht.

Aufgrund der ungeklärten Eigentumsverhältnisse blieb auch das Auto in polizeilicher Verwahrung. Die Kennzeichen stellten sie sicher.

Während der Sachverhaltsklärung bestand der Verdacht, dass der 25-Jährige unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln steht. Ein freiwilliger Drogenvortest, der positiv auf THC und Kokain verlief, erhärtete den Verdacht.

Ein Arzt entnahm dem Paderborner eine Blutprobe. Neben dem Fahrer brachten die Polizisten auch einen 21-Jährigen zur Wache, dessen Identität vor Ort nicht abschließend geklärt werden konnte.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden die Männer (18, 21, 22 und 25) entlassen. Besondere Gründe für eine Untersuchungshaft lagen nicht vor.

Den 25-Jährigen erwartet u.a. nun ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Diebstahls, Urkundenfälschung, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz.

Das Quartett aus Paderborn trat nach eigenen Angaben die Heimreise per Bahn an.

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