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Orange beleuchtet: Die Polizeiausstellung 110  am internationalen Tag gegen Gewalt gegen Frauen.
Orange Your City 2022: Klares Nein zur Gewalt gegen Frauen
Ein klares Nein sprechen die beiden Zonta-Clubs Dortmund und Dortmund-Phoenix, die Frauenberatungsstelle sowie das Polizeipräsidium Dortmund zur Gewalt gegen Frauen aus. Aktueller Anlass dafür ist wieder die weltweit durchgeführte Zonta-Aktion „Zonta Says No“ / "Orange Your City“.
PLZ
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Polizei Dortmund
Polizei Dortmund

Damit beleuchten Privatpersonen, Unternehmen, Firmen, Behörden und andere Institutionen am 25. November 2022 ihre Gebäude orange, um ein Zeichen gegen Gewalt gegen Frauen zu setzen. Auch das Polizeipräsidium an der Markgrafenstraße in Dortmund beteiligt sich an der Aktion. Der 25.11.2022 ist der internationale Tag gegen Gewalt gegen Frauen.

Die Zonta-Clubs setzen sich weltweit für bessere rechtliche, politische, wirtschaftliche, berufliche und gesundheitliche Bedingungen für Frauen ein. Dazu gehört auch ein starkes Engagement gegen die „häusliche Gewalt“, mit der gewalttätige Männer ihre Partnerinnen bedrohen, schlagen und verletzen, demütigen, vergewaltigen und psychisch unter Druck setzen. Frauen sind häufig über Jahre diesen Taten ausgesetzt, ohne sich zu wehren.

Die Opfer ermutigen

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange ist für die Öffentlichkeit, die die Zonta-Clubs für das Thema erzeugen, sehr dankbar: „Frauen erleiden täglich Gewalt. Wir müssen ihnen deshalb von allen Seiten Hilfe anbieten. Zonta schafft die erforderliche Aufmerksamkeit auf nachhaltige Weise. Ein so starkes ziviles Engagement gegen häusliche Gewalt ist unverzichtbar für die Ermutigung der Opfer.”

In Dortmund und Lünen ermittelte die Polizei im Jahr 2021 nach 1227 Strafanzeigen wegen häuslicher Gewalt. Mit 83 Prozent haben Körperverletzungsdelikte den weitaus größten Anteil daran. 2022 waren es in beiden Städten insgesamt 1173 Delikte (Januar bis Ende Oktober / Anteil Gewaltdelikte: 81,5 Prozent). In Einsätzen wegen häuslicher Gewalt berät die Polizei die betroffenen Frauen und weist auf Hilfsangebote der Frauenberatungsstelle hin. Stimmen die Gewaltopfer zu, informiert die Polizei die Beratungsstelle, damit diese schnellstmöglich Hilfe anbieten kann.

Frauenberatungsstellen helfen: Es gibt Wege aus der Gewalt

Seit Beginn der Pandemie im Jahr 2020 erkennen die Mitarbeiterinnen der Frauenberatungsstelle in Dortmund einen deutlichen Anstieg bei den Beratungen. Die häusliche und die sexualisierte Gewalt sind dabei mit rund 80 Prozent die bedeutenden Themen. „Es gibt Wege aus der Gewalt. Wir unterstützen betroffene Frauen in belastenden Situationen – immer kostenlos und auf Wunsch auch anonym“, sagt Claudia Ebbers von der Frauenberatungsstelle über den Alltag. Die Frauenberatungsstelle gibt es seit mehr als 40 Jahren in Dortmund. Sie initiierte auch die Kampagne „Nein heißt Nein“.

Hier geht es zur Internetseite der Frauenberatungsstelle in Dortmund: https://frauenhaus-dortmund.de/frauenberatungsstelle-dortmund/

Das ist die Internetseite des für Lünen zuständigen Frauenforums in Unna:

https://www.frauenforum-unna.de/

Die Internetseiten der beiden Zonta-Clubs in Dortmund informieren ebenfalls ausführlich zum Thema Gewalt gegen Frauen und über „Zonta Says No“:

https://www.zonta-dortmund.de/

https://zonta-dortmund-phoenix.de/node/20324

In einem Einsatz wegen häuslicher Gewalt kann die Polizei dem Täter eine Wohnungsverweisung aussprechen. Das Rückkehrverbot in die Wohnung gilt für zehn Tage. Die Zeit kann die betroffene Frau für Beratungen und Entscheidungen nutzen, ohne dem Schläger ausgesetzt zu sein.

Die Polizei rät Betroffenen und Zeuginnen oder  Zeugen häuslicher Gewalt, im Notfall sofort den Polizei-Notruf 110 zu wählen.

Sie haben Fragen zu wirksamen Hilfsangeboten?

Kontakt Frauenberatungsstelle Dortmund: Tel. 0231/521008.
Kontakt Frauenforum Unna: Tel. 02303/82202.

Kommissariat für Kriminalprävention und Opferschutz der Polizei in Dortmund: Kriminalhauptkommissarin Petra Ostermeier (Tel. 0231/132 7464) und Kriminalhauptkommissar Jörg Stenczl (Tel. 0231 132 7465) informieren über die lokalen Hilfs- und Beratungsangebote. Kontakt per E-Mail: vorbeugung.dortmund [at] polizei.nrw.detabindex="0"

 

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