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Auseinandersetzung im Clan- und Rockermilieu: Polizeipräsident ordnet die strategische Fahndung an

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Auseinandersetzung im Clan- und Rockermilieu: Polizeipräsident ordnet die strategische Fahndung an
Der Angriff auf ein Tattoo-Studio am Montag (11.10.2021) in der Dortmunder Innenstadt ist auf eine Auseinandersetzung im Clan- und Rockermilieu zurückzuführen.
PLZ
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Polizei Dortmund
Polizei Dortmund

Polizeipräsident Gregor Lange über die Hintergründe der Tat an der Rheinischen Straße / Ecke Siemensstraße: „Mehrere Personen aus den Führungsebenen beider Milieus befinden sich nach Ermittlungen, Anklagen und Urteilen in Strafhaft oder auf der Flucht. Das führte in den vergangenen Monaten und Jahren immer wieder zu einem Macht-Vakuum und als Reaktion darauf wiederholt zu Macht-Ansprüchen. Sicher ist, dass Mitglieder dieser kriminellen Milieus sich in Dortmund nicht sicher fühlen können: Wir kennen die Akteure. Wir haben sie im Blick. Wir lassen keine rechtsfreien Räume entstehen und schöpfen dafür alle Möglichkeiten aus, die uns der Rechtsstaat bietet.“

Die Polizei setzt derzeit mit hohem Kontrolldruck alles daran, weitere gewalttätige Auseinandersetzungen zu verhindern. Eine am Dienstag (12.10.2021) eingesetzte Ermittlungskommission wertet erste Zeugenaussagen, Videos und am Tatort aufgenommene Spuren aus. Polizeipräsident Gregor Lange ordnete zudem die strategische Fahndung an, bei der die Polizei mit erweiterten Befugnissen Personen, Fahrzeuge und mitgeführte Gegenstände überprüfen und durchsuchen kann, um schwere Straftaten zu verhüten. Grundlage dafür ist das nordrhein-westfälische Polizeigesetz.

20 bis 30 dunkel gekleidete und teilweise auch maskierte Personen griffen am Montag gegen 17.30 Uhr ein Tattoo-Studio an. Die Polizei war schnell am Tatort und konnte wichtige Hinweise von Zeugen aufnehmen und Spuren sichern. Bei den sofort aufgenommenen Ermittlungen der Kriminalpolizei geht es um schweren Landfriedensbruch, gefährliche Körperverletzung und einen Verstoß gegen das Waffengesetz - eine vorübergehend festgenommene Person aus dem Rockermilieu führte in Tatort-Nähe eine Schusswaffe mit sich, obwohl ihr das Tragen einer Waffe untersagt worden ist.

Die Polizei stellte die Pistole, Baseballschläger und einen Teleskopschlagstock sicher. Bei der Auswertung der am Montag und auch am Dienstag gesicherten Spuren unterstützt das Landeskriminalamt die Ermittlungskommission in Dortmund.

Zur Identität einzelner Personen aus der Gruppe der Tatverdächtigen und zu den drei Personen, die sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Tattoo-Studio aufhielten, gibt die Polizei derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Auskünfte.

Darüber hinaus bittet die Polizei mögliche Zeugen, die Videos von der Tat aufgenommen haben, diese nicht in sozialen Netzwerken zu veröffentlichen, sondern diese der Polizei zur Verfügung zu stellen.

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