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Waffenrecht

Waffenschein mit Waffe
Waffenrecht
Ansprechpartner, Informationen und Anträge
Achtung: Bitte beachten Sie unsere neuen Öffnungszeiten!
WICHTIG: Am Donnerstag, den 09.08.2018 bleibt das Waffenrecht auf Grund einer internen Schulung ganztägig für den Publikumsverkehr geschlossen!

Die zuständige Dienststelle für die Erteilung von waffenrechtlichen Erlaubnissen beim Polizeipräsidium Dortmund ist die Direktion Zentrale Aufgaben/Dezernat 1/Sachgebiet ZA 12. Anträge für die Erteilung von kleinen Waffenscheinen werden nur für Personen bearbeitet, die in Dortmund oder Lünen amtlich gemeldet sind!


Wichtige Informationen zur sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition:

Das Polizeipräsidium Dortmund schreibt derzeit vermehrt Besitzer von waffenrechtlichen Erlaubnissen mit der Aufforderung an, die sichere Aufbewahrung von Waffen nachzuweisen sowie einen Nachweis über das waffenrechtliche Bedürfnis vorzulegen.

Die Aufbewahrung von Waffen und Munition ist in § 36 WaffG sowie in den §§ 13 und 14 AWaffV geregelt. Schusswaffen und Munition müssen zwingend in vorgeschriebenen Sicherheitsschränken aufbewahrt werden – eine Übersicht der vorgegebenen Sicherheitsschränke finden Sie hier.

Waffenbesitzer haben die getroffenen Maßnahmen zur sicheren Aufbewahrung von Waffen und Munition der zuständigen Behörde nachzuweisen (§ 36 Abs. 3 S. 1 WaffG). Der Nachweis über die sichere Aufbewahrung von Waffen und Munition sollte wie folgt erfolgen:

-  Vorlage von Fotos vom Aufstellungsort des Waffenschrankes
-  Vorlage von Fotos des Waffenschrankes im geöffneten und geschlossenen Zustand
-  Vorlage von Fotos des Typenschilds
-  Vorlage von Fotos, die die Befestigung des Waffenschrankes dokumentieren
-  Vorlage von Rechnungen, Lieferscheinen oder Kaufverträgen des Waffenschrankes
-  Ausgefüllte und unterschriebene Anlage 1 + 2

Wer seine Waffen und Munition nicht entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen aufbewahrt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einer Geldbuße bis zu 10.000 € geahndet werden kann. Wer vorsätzlich gegen die Aufbewahrungsregelungen verstößt und dadurch die Gefahr verursacht, dass Schusswaffen und Munition abhandenkommen oder Unbefugte zugreifen, begeht eine Straftat, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe geahndet wird. Weiterhin führt die nicht sichere Aufbewahrung von Schusswaffen und Munition zur Unzuverlässigkeit des Waffenbesitzers und damit zum Widerruf der waffenrechtlichen Erlaubnis.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Merkblatt des Bundesverwaltungsamtes.

 

Wichtiger Hinweis Ihrer Polizei für die Überlegungen zur Beantragung eines kleinen Waffenscheins

Unsere Antragsteller benennen teilweise als Anlass die Sicherheitslage und das dadurch verursachte Gefühl der Unsicherheit.

Der kleine Waffenschein erlaubt das Führen von Schreckschuss-, Reiz- und Signalwaffen mit PTB-Zulassungszeichen in der Öffentlichkeit. Er gilt nur in Verbindung mit einem Personalausweis oder einem Pass.

Wir geben zu bedenken, dass das Mitführen solcher Waffen auch große Nachteile haben kann! Daneben verschaffen diese Waffen das Gefühl einer falschen Sicherheit!

Diese Waffen sehen oft wie scharfe Waffen aus und können lebensgefährliche Verletzungen hervorrufen. Ein großes Problem ist auch, dass ein Gegenüber solche Waffen oft nicht von einer scharfen Waffe unterscheiden kann und dieser Umstand unkontrolliertes Handeln auslösen könnte.
Ungeübte Träger können sich in extremen Stresssituationen selbst gefährden oder Unbeteiligte verletzen. Auch ist das Mitführen dieser Waffen bei öffentlichen Veranstaltungen (Versammlungen, Demonstrationen, Theater, Kino, Fußballspiele, Jahrmärkte etc.) generell verboten.

Wer für mögliche Notsituationen gewappnet sein will, kann auch auf erlaubnisfreie Mittel, wie zugelassenes Verteidigungsspray (Tränengas) oder einen Schrillalarm, mit welchem man weiträumig auf sich aufmerksam machen und Angreifer ohrenbetäubend in die Flucht schlagen kann, zurückgreifen.

Auch sollte sich niemand scheuen, in unsicheren Situationen die Polizei über Notruf zu verständigen oder Passanten um Mithilfe zu bitten. Für Beratungen, wie man sich in möglichen Gefahrensituationen schützen kann, steht unser Kommissariat Kriminalprävention, erreichbar unter der Rufnummer 0231/ 132 7054 oder per Mail an DirKK-Vorbeugung.Dortmund@polizei.nrw.de, zur Verfügung.