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Start der neuen Kampagne "Unfallflucht ist unfair“!

Unfallflucht ist unfair
Start der neuen Kampagne "Unfallflucht ist unfair“!
Häufig passiert es auf dem Parkplatz. Vor dem Supermarkt zum Beispiel. Der Einkaufswagen hat sich selbständig gemacht. Eh man sich versieht, ist er schon gegen das Auto auf dem angrenzenden Parkplatz geprallt. Oder aber es ist die Autotür. Aufgestoßen mit etwas zu viel Elan. Endstation: das Auto nebenan. Jetzt schnell umschauen: Hat das jemand gesehen? Nein? Dann wollen wir mal keine Pferde scheu machen und es auch niemandem sagen.
PP Dortmund, Pressestelle

Falsch! "Unfallflucht ist unfair" - so lautet der Titel einer neuen Landesaktion der Polizei in NRW. Die Polizei Dortmund startete heute mit einer Auftaktveranstaltung in die Kampagne.

Das Ziel: Das Unrechtsbewusstsein der Verkehrsteilnehmer schärfen und die Aufmerksamkeit auf derartige Delikte legen.

Denn Verkehrsunfallflucht ist kein Kavaliersdelikt - auch wenn "nur" ein Sachschaden entstanden ist und niemand verletzt wurde. Auch der Rempler auf dem Parkplatz - oder im Straßenverkehr - ist eine Straftat nach § 142 StGB und kann bei Ermittlungserfolg für den "Flüchtigen" mit einer empfindlichen Geldstrafe und Punkten, Entzug der Fahrerlaubnis oder im schlimmsten Fall einer Freiheitsstrafe enden. Ganz abgesehen von zivilrechtlichen Ansprüchen.

Trotzdem zählte die Polizei Dortmund im Jahr 2017 insgesamt 5.509 Verkehrsunfallfluchten mit Sachschaden in Dortmund (Lünen: 578). Damit passierten in Dortmund durchschnittlich 15 solcher Unfälle am Tag (Lünen: mindestens einer). Zahlen, die erschrecken, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Geschädigten in ungeklärten Fällen auf ihrem Schaden sitzen bleiben. Und der ist oft nicht gering. Stetig sind die Zahlen dieser Unfälle in Dortmund und in Lünen in den vergangenen Jahren angestiegen - ähnlich wie in ganz NRW.

Heute fiel daher nun in Dortmund auf dem großen Parkplatz an der Schleefstraße in Aplerbeck der Startschuss zur Aktion "Unfallflucht ist unfair". Beamte der Polizei Dortmund standen und stehen nicht nur als Ansprechpartner für alle Fragen rund um das Thema Verkehrsunfallflucht bereit. Sondern sie haben auch Infoplakate im Gepäck, die in den kommenden Wochen in verschiedenen Geschäften ausgehängt werden sollen.
Zusätzlich werden sie vorgefertigte Hinweiszettel verteilen. Diese können Zeugen einer Verkehrsunfallflucht einfach ausfüllen und so gezielt bei den polizeilichen Ermittlungen helfen. Die Zettel werden in Zukunft auf der Homepage der Polizei auch als Download zur Verfügung stehen. Kleiner Tipp: Legen Sie sich einfach einen davon ins Auto. So können Sie schnell Daten notieren, falls Sie eine Unfallflucht beobachten.

Aktionen wie die an der Schleefstraße sind in den kommenden Wochen auf weiteren Großparkplätzen geplant, auf denen viele Verkehrsteilnehmer aufeinander treffen. Dazu gehören zum Beispiel der des Westfaleneinkaufzentrums an der Bornstraße sowie des Einkaufszentrums rund um Hornbach an der Bornstraße, der des Induparks an der Wulfshofstraße, der IKEA-Parkplatz an der Borussiastraße sowie der des Einkaufszentrums an der Viktoriastraße in Lünen.

Unterstützt wird die Polizei bei der Kampagne zudem von DSW21. Auf ausgewählten Infoscreens in den U-Bahn-Haltestellen der Dortmunder Innenstadt werden am Donnerstag und Freitag die Botschaften der Aktion zu lesen sein.