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Sozialleistungsbetrug - Schlag gegen rumänische Betrügerbande

Polizeipräsidium Dortmund
Sozialleistungsbetrug - Schlag gegen rumänische Betrügerbande
Polizei und Staatsanwaltschaft gelingt Schlag gegen rumänische Betrügerbande - Durchsuchungen und Haftbefehle
Gemeinsame Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Dortmund und der Polizei Dortmund
PP Dortmund, Pressestelle

Die Polizei Dortmund hat am gestrigen Dienstag (3. Juli) Wohnungsdurchsuchungen in mehreren Wohnungen in Dortmund, Lünen und Schwerte durchgeführt. Hintergrund ist ein umfangreiches Ermittlungsverfahren gegen mehrere rumänische Staatsbürger wegen des Verdachts des Menschenhandels und des bandenmäßigen Sozialleistungsbetrugs.

Die Ermittlungen fußen auf Erkenntnissen von Polizei und Staatsanwaltschaft hier in Dortmund und in Rumänien. Demnach gab es Anhaltspunkte dafür, dass wiederholt rumänische Staatsangehörige unter Ausnutzung organisierter Strukturen nach Dortmund gebracht und dazu gezwungen wurden, rechtmäßig an sie ausgezahlte staatliche Leistungen an Hintermänner weiterzuleiten. Selbst lebten die Männer und Frauen hier in Dortmund von einem Bruchteil der Leistungen in einfachsten Verhältnissen und mussten Konsequenzen fürchten, wenn Zuwendungen nicht weitergeleitet wurden. Den Ermittlern ist es in enger länderübergreifender Zusammenarbeit gelungen, die zugrundeliegenden kriminellen Strukturen aufzuhellen. Sie gehen davon aus, dass von der kriminellen Gruppierung ein Gewinn im Millionenbereich erzielt wurde.

Die Beamten der eingesetzten Ermittlungskommission haben unterstützt von weiteren Kräften der hiesigen Polizei und auch aus Rumänien am gestrigen Dienstagmorgen zeitgleich 16 Objekte in Dortmund, Lünen sowie Schwerte durchsucht. Auch in Rumänien erfolgten zeitgleich elf Durchsuchungen, bei denen die rumänischen Kollegen durch Polizeibeamte aus Dortmund unterstützt wurden.

Die Beamten vollstreckten in Dortmund insgesamt vier Haftbefehle gegen eine Frau (28) sowie drei Männer (31, 39 und 41 Jahre alt). Zudem wurden Vermögensarreste über rund 700.000 Euro vollstreckt - teils in Dortmund, teils in Rumänien wurden unter anderem Bargeld und Fahrzeuge gepfändet. Damit sind die Beträge zur Sicherung einer möglichen späteren Einziehung gesichert.

Die Ermittlungen dauern an.

Polizeipräsident Gregor Lange lobte den Erfolg dieser grenzübergreifenden Zusammenarbeit: "Das Thema Sozialleistungsbetrug berührt die Bürgerinnen und Bürger. Denn hier wird die Hilfsbereitschaft des Staates ausgenutzt. In diesem Fall werden zudem Menschen ausgenutzt, die in unserer Stadt am Existenzminimum leben müssen. Das gilt es konsequent zu unterbinden! Deshalb freue ich mich über die gute Zusammenarbeit meiner Beamten mit der Staatsanwaltschaft Dortmund und den Kollegen in Rumänien, die heute nicht nur zu Festnahmeerfolgen geführt hat. Sondern die auch dafür gesorgt hat, dass die Hintermänner dieser Straftaten finanzielle Konsequenzen zu spüren bekommen."

Die Pressehoheit liegt bei der Staatsanwaltschaft Dortmund, Henner Kruse, Tel. 0231/926-26122.