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Mit Sicherheit in den Urlaub fahren

Schöne Sommerferien NRW
Mit Sicherheit in den Urlaub fahren
Tipps für eine sorgenfreie Urlaubsfahrt

Endlich ist es soweit! Es ist Ferienbeginn und damit auch der Anfang der Reisewellen auf unseren Straßen. Viele Bürgerinnen und Bürger machen sich mit ihren Autos auf den Weg zu ihren Urlaubszielen. Damit Sie sicher und möglichst entspannt ankommen, möchte Ihnen Ihre Polizei einige Tipps mit auf den Weg geben.

Warum Tipps für die Fahrt in den Urlaub?

Im vergangenen Halbjahr verunglückten 763 Verkehrsteilnehmer auf den Autobahnen im Bereich des PP Dortmund, 647 wurden leicht verletzt, 105 schwer und 11 Menschen starben. Im Vergleich zum Vorjahr ist ein Rückgang der Verunglückten um 5,3% zu verzeichnen. Die Anzahl der Stauendeunfälle ist sogar um 21,5% zurückgegangen (von 164 auf 135).
Mit Blick auf die Verkehrsunfallzahlen von 2016, die die höchsten der letzten fünf Jahre waren, können und wollen wir uns auf den aktuellen positiven Trend nicht ausruhen.


Bevor Sie sich also auf den langen Weg in die Ferien machen, sollte rechtzeitig vor der Abfahrt der Urlaubscheck des Fahrzeugs anstehen. Dazu gehört der an die Beladung angepasste Reifendruck. Aber auch die Kontrolle der Reifen selber (Profiltiefe, Beschädigungen), Fahrzeugbeleuchtung, Scheibenwaschwasser und des Ölstands gehören dazu. Werkstätten bieten solche Urlaubschecks ebenfalls an.

Denken Sie an die Ladungssicherung. Verstauen Sie ihre Ladung (Fahrräder zum Beispiel) und ihr Gepäck sicher und unter Beachtung des zulässigen Gesamtgewichtes. Gerade im Fahrzeuginneren können lose Gegenstände im Extremfall zu (lebens-)gefährlichen Geschossen werden.
Übrigens: Überladung kann unter anderem zu negativen Fahreigenschaften und damit zu gefährlichen Situationen führen.

Warndreieck, Warnweste und Verbandskasten sollten leicht zugänglich verstaut werden. Im Falle der Fälle sollten diese Gegenstände schnell zur Hand sein.

Während des Starts in die schönste Zeit des Jahres sollten alle Insassen angeschnallt sein. Das Handy gehört in die Halterung oder in die Hand des Beifahrers / der Beifahrerin. Denken Sie daran: Zwei Sekunden bei 130 km/h aufs Handy geschaut, sind rund 72 Meter (fast zwei Handballfelder) im Blindflug mit dem Auto!
Und damit die Nachrichten aus dem Urlaub erfreulich sind: Blick auf die Straße nicht auf das Telefon.

Denken Sie daran regelmäßig Pausen zu machen. Spätestens alle zwei Stunden ein kleine Pause, aussteigen und sich die Füße vertreten macht die Fahrt entspannter. Fahrten in den Urlaub sollten nicht länger als zehn Stunden dauern.
Übermüdet zu fahren hat die gleichen Auswirkungen wie das Fahren unter Alkoholeinfluss und unter Umständen auch dieselben rechtlichen Konsequenzen!

Wie verhalte ich mich bei einer Autopanne oder einem Unfall?

Bei einer Autopanne gilt: Warnblinklicht einschalten, Warnweste an und alle Insassen aus dem Fahrzeug, möglichst hinter die Schutzplanken. Fahrzeug mit Warndreieck in ausreichender Entfernung absichern. So schnell wie möglich die Polizei verständigen und warten, bis Hilfe eintrifft.

Im Falle eines Unfalls ist neben der Absicherung der Unfallstelle die Erste Hilfe das Wichtigste! Setzen Sie möglichst zeitnah, wenn möglich parallel zur Ersten Hilfe, den Notruf ab. Notieren Sie sich vor Antritt die Notrufnummern des jeweiligen Urlaubslandes.
Kommt es zu einem Rückstau, so ist für Rettungs,- und Einsatzfahrzeuge eine Rettungsgasse zu bilden. Bei zweispurigen Straßen: Fahrzeuge auf der linken Fahrspur an den linken Fahrbahnrand, Fahrzeuge auf der rechten Spur an den rechten Rand. Auf dreispurigen Strecken weicht man zur Bildung einer Rettungsgasse auf dem linken Fahrstreifen nach links und auf den übrigen Fahrspuren nach rechts aus. Das gilt bei jedem (!) Stau, nicht erst wenn sich Rettungsfahrzeuge nähern!

Werden Sie nicht zum „Gaffer“! Das Fotografieren und Filmen mit dem Handy ist nicht nur verboten, sondern hochgradig gefährlich. Fahren Sie so schnell wie möglich an Unfallstellen vorbei!

Besondere Sicherungspflichten bei Kindern und Haustieren

Sollten Sie mit Kindern verreisen, denken Sie an Spielzeug, Bücher und MP3-Player. Die Kleinen gehören in einen entsprechenden Kindersitz.

Auch Haustiere, die mit in den Urlaub fahren, sollten entsprechend gesichert werden. Gerade Brems,- und Ausweichmanöver können ungesicherte Tiere ebenfalls zu einem (lebens,-) gefährlichen Verletzungsrisiko werden lassen. Daher informieren Sie sich im Fachhandel über geeignete Sicherungsmöglichkeiten für ihr Haustier.

Ihre Polizei Dortmund wünscht ihnen jederzeit freie und unfallfreie Fahrt und einen erholsamen Sommerurlaub!