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Frühzeitig die Kurve kriegen

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Frühzeitig die Kurve kriegen
-Frühe Hilfe statt späte Härte- lautet die Devise gegen Kinder- und Jugendkriminalität

Die NRW-Initiative Kurve kriegen - Frühe Hilfe statt späte Härte lautet die Devise gegen Kinder- und Jugendkriminalität
Sie sind noch jung und doch schon auf dem Weg zu einer kriminellen Karriere: Jugendliche Mehrfachtäter. Bevor die Spirale sich endgültig abwärts dreht, will die nordrhein-westfälische Polizei mit einer Initiative vorbeugen: "Kurve kriegen" soll den Weg aus der Kriminalität zeigen.

Wenn schon Kinder im Alter von acht Jahren Straftaten begehen und ihre Taten sich mit zunehmendem Alter häufen oder schwerwiegender werden, droht ein junger Mensch zum Intensivtäter zu werden und dauerhaft auf die „schiefe Bahn“ zu geraten.

Um dies frühzeitig zu verhindern...

...hat die NRW-Polizei die Initiative „Kurve kriegen“ ins Leben gerufen. Das Konzept setzt dabei auf frühe Hilfe statt späte Härte. Kein Kind wird als Täter geboren. Dem soll entgegen gewirkt werden, indem man die frühen Signale, die auf eine anhaltende kriminelle Laufbahn schließen lassen, richtig deutet und konsequent reagiert. 2011 ist die bundesweit einmalige Initiative in acht Behörden, darunter Dortmund, gestartet. Inzwischen wurde die Initiative auf weitere Behörden ausgeweitet. Fällt dort ein noch nicht strafmündiges Kind der Polizei innerhalb eines Jahres durch eine Gewalttat oder drei schwere Eigentumsdelikte auf, wird eine Betreuung durch „Kurve kriegen“ möglich. Im Umgang mit diesen Kindern ist besonderer Sachverstand gefragt. Aus diesem Grund wurden pädagogische Fachkräfte von freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe in die Teams der Polizei eingebunden. Die Initiative basiert auf dem Prinzip der Freiwilligkeit. Wenn die Eltern sich einverstanden erklären, sucht die pädagogische Fachkraft die Familie auf und beginnt mit der Arbeit. Sie stimmt sich je nach Bedarf des Kindes mit dem Jugendamt ab und koordiniert die Zusammenarbeit mit den weiteren Akteuren im Netzwerk. Die Zusammenarbeit mit den Eltern ist dabei ganz wichtig. Ihnen werden im Rahmen von „Kurve kriegen“ verschiedene Arten der Unterstützung in Form von Beratungsgesprächen und Elterntrainings angeboten. Ziel ist es, durch die verschiedenen Angebote die soziale Integration zum Beispiel durch Lernhilfen, Sprach- oder Sportkurse zu erreichen. Die Maßnahmen stehen auf Grund der Nachhaltigkeit für zwei Jahre zur Verfügung .Zu Grunde liegt die Überzeugung: Prävention ist der beste Schutz - sowohl für Opfer als auch für Täter.